Ubuntu – Kommandos vereinfachen

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Mai 282013
 

Seit nun bald 3 Monaten arbeite ich fast ausschliesslich unter Ubuntu in der Version 13.04. Da ich ein aktuelles System liebe gibt es ein Befehl den ich oft eingebe.

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade 

Oder damit es in einmal geht.

sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade

Allerdings ist das doch jedes mal ein ziemlicher Tippaufwand. Aber Linux wäre nicht Linux wenn man das nicht vereinfachen könnte. Und das kann man.

Im Home-Verzeichnis gibt es eine versteckte Datei mit dem Namen .bashrc. In der kann man Aliase für das Terminal erfassen.

# some more ls aliases
alias ll='ls -alF'
alias la='ls -A'
alias l='ls -CF'
alias upgrade='sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade'
alias distupgrade='sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade'

Wichtig ist, dass vor und nach dem = Zeichen kein Leerzeichen kommt. Also upgrade=’sudo… und nicht upgrade = ’sudo….

Ab jetzt muss ich am Terminal nur noch upgrade eingeben und schon startet das Kommando. Oder distupgrade um genau das zu erreichen. Viel weniger Tipparbeit.

Ach ja, für die jetzt einwenden das es ja ein automatisches Update gibt. Klar, ich weiss. Aber trotzdem. Terminal oder Konsole, was auch immer jetzt richtig ist, macht mehr Spass.

Mrz 182012
 

Seit etwa drei Monaten beschäftige ich mich intensiv mit Linux. Grund dafür ist ein Abteilungswechsel bei meinem Arbeitgeber. Ich bin dort öfters in einer Abteilung die mit Ubuntu arbeitet. Zudem programmiere ich dort mit Python und es dreht sich eigentlich alles um Open-Source.

Aus diesen Gründen wollte ich Privat auch auf Linux umsteigen. Private besitze ich einen DELL XPS 17 mit einem i7 (2720QM), 16GB RAM und zwei mal 640GB HD. Mit diesem Gerät sollte also mein Vorhaben realisiert werden.

Ubuntu

Zuerst installierte ich natürlich mal das selbe Ubuntu wie im Büro. Die Version 10.04 passte mir schnell nicht mehr. Ich bin eine Person die gerne aktuelle Software und Versionen einsetzt. Nicht immer ein Vorteil, aber das ist halt mein Ego. Ich will immer einer der höchsten gutfunktionierenden Versionen installiert haben. Also ging es hoch zur Version 10.10 und dann 11.04. Die Ubuntu Systeme sind sehr leicht zu installieren und zu warten. Auch das Softwarecenter macht es einem einfach alles mögliche zu finden.

Zudem gefiel mir der GNOME Desktop nicht. Wirklich nicht. Und was mit Unity geboten wird ist noch viel schwächer. Es musste also eine andere Distribution her.

Kollege Hardcore Linux erzählte mich dann mal was von Rolling-Release Linux Distributionen. In meinen Ohren tönte das natürlich wunderbar.

Arch Linux

Mein, wie erwähnt, Hardcore Linux Arbeitskollege nutzt privat Arch Linux. Also schaute ich mir diese Version mal an. Kurz: Zu heftig für mich. Ich will eigentlich eine Arbeitsumgebung und nicht ein OS das ich mir zuerst lange zusammen installieren muss. Wenn man Arch Linux installiert hat startet mal fast gar nichts. Einfach nur ein Linux, einfach nur eine Konsole. Punkt. Wenn man KDE oder GNOME will muss man sich selbst darum bemühen. Ne, dass geht mir zu weit. Aber es gibt sicher irgend welche Distributionen die das Konzept Rolling-Release mit Arch Linux nutzen aber gleich mit einem KDE Desktop.

Chakra

Schnell findet man dann im ein Linux mit dem Namen Chakra. Das basiert auf Arch Linux, also ein Rolling-Release mit KDE. Genau was ich gesucht habe. Ging auch einfach zu installieren und wie erwartet mit KDE. Ich nutzte das Teil dann eine Weile. Was mich aber schnell störte ist schlicht die Tatsache das man jede Einstellung in irgend welchen Konfigurationsdateien machen muss. Klar, ein echter Linuxer hat damit auch keine Probleme. Ich will mich doch nicht mit solchen Sachen rumschlagen. Nur schon das Mounten von irgend welchen Windows Partitionen, NFS Freigaben vom SAN oder sonstigem, artet in Stunden von Arbeit aus. Klar, man lernt es. Aber, will ich das? Will ich wissen wie man das in der Konfigurationsdatei machen muss um so was banales zu machen wie mich mit einem Laufwerk oder einer Freigabe zu verbinden? Nein, will ich nicht wirklich. Damit kann man nämlich Tage verbraten ohne das man wirklich was sinnvolles gemacht hat.

Zudem musste ich feststellen das der original Open-Source Grafiktreiber unter KDE immer wieder Darstellungsfehler hat. Mit dem externen Monitor, der via HDMI, andere Anschlüsse habe ich nicht, verbunden ist, kam er nicht wirklich zurecht. Also habe ich mich mal darum bemüht den originalen Linux Treiber von Nvidia in der Version 295.20 zu installieren. Geht auch SEHR einfach. Nach zwei Tagen, nachdem mich Chakra mal fragte ob ich ein update einspielen möchte, und ich aus Leichtsinn einfach alles abgenickt hatte, startete KDE nicht mehr. Was ich damals noch nicht wusste war, dass wenn es einen neuen Kernel gibt, der Grafikkartentreiber auch neu erstellt werden muss. Also, aus lauter Frust suchte ich mir wieder einen andere Distribution.

Sabayon Linux

Via DistroWatch bin ich dann auf dem Projekt Sabayon Linux gelandet. Wahrscheinlich fand ich einfach den Printscreen auf der Infoseite von DistroWatch cool. Zudem ist Sabayon, wenn ich mich recht erinnere, ein Half-Rolling-Release. Nicht brandaktuell sondern ziemlich aktuell. Das weckte mein Interesse. Aber schlussendlich hatte ich auch mit dieser Distribution die selben Nachteile wie mit Chakra. Ich will mich einfach nicht mit dem Konfigurationsdateien rumschlagen. Ich will einfach nur ein Linux das so einfach zu konfigurieren ist wie ein Windows. Also ging die Suche weiter.

openSUSE

Aus ganz frühen Zeiten, dass muss so kurz um den Jahrtausendwechsel gewesen sein, kann ich mich noch erinnern, dass, damals noch SUSE, ein Tool namens YaST hatte. YaST ist quasi eine Eierlegende Wollmilchsau die so einiges macht was mich an den anderen Distributionen stört. Man kann fast alles damit konfigurieren. Somit habe ich meine Linux Distribution gefunden.

openSUSE 12.1.

openSUSE würde sogar ein Rolling-Release unterstützten. Das ist dann ein spezielles Repo mit dem Namen Tumbleweed. Diesen Versuch habe ich auch noch gemacht. Aber auch hier, ich musste es sein lassen. Grund war wieder einmal der Grafikkartentreiber. Unter dem Kernel 3.2 will der noch nicht. Hilfe dazu habe ich leider keine gefunden. Bis auf den Kernel 3.2 war mein System so oder so irgend wie sehr viel aktueller als mit Tumbleweed. Von den ca. 60 Anpassungen wollten 44 ein Downgrade machen. Hab ich sein lassen.

Es gibt bei openSUSE so viele Repos die man nutzen kann, dass das System quasi schon ein Rolling-Release ist.

Also, wer ein Linux sucht das sehr aktuell ist, wo man nicht alles in den Konfigurationsdateien anpassen muss, dass einfach zu installieren ist und einem trotzdem alle Freiheiten lässt, der ist bei openSUSE genau richtig.

Okt 212011
 

Jetzt, wo wir ein lauffähiges Ubuntu 11.10 haben [1], müssen wir nur noch ein wenig Software installieren. Ein wenig ist dabei untertrieben. Es kommt noch einiges zusammen damit man Tryton mit allen Modulen starten kann.

Da mir das neuen Software-Center von Ubuntu 11.10 nicht passt habe ich gleich noch das alte Synaptic Paketverwaltung installiert. Die findet man ohne weiteres im Software-Center.

  1. Damit das System aktuell ist starte ich mal die Aktualisierungsverwaltung. Sofern es Updates gibt spiele ich die ein.
  2. Gegebenenfalls muss Linux danach neu gestartet werden. Jap, dass gibt es auch unter Linux, nicht nur unter Windows.
  3. Zuerst muss man sich allerdings noch die Java 6 JDK besorgen. Open JDK wird von PyCharm nicht unterstützt. Da Java neu nicht mehr im Ubuntu Repro ist muss man die Geschichte selber installieren.
    Man öffne ein Terminal und gebe folgendes ein:

    sudo add-apt-repository ppa:ferramroberto/java
    sudo apt-get update

    Oder alternativ via GUI. Install Sun Java Runtime (JRE) in Ubuntu 11.04 via PPA

  4. Bemerkung am Rande. Der Unity Desktop macht mir keine Freude. Da muss ich mich noch nach einer Alternative umschauen.
  5. Jetzt wird es Zeit Synaptic zu starten. Echte Linux’er machen das natürlich auf der Konsole. Ich bin kein echter Linux’er. Ich will ein GUI.
  6. Gesucht wird nun nach folgenden Paketen. Diese werden jeweils für die Installation vorgemerkt. Für was sie sind kann jeweils unten in der Bemerkung nachgelesen werden.
    sun-java6-jdk (wird für PyCharm benötigt), mercurial-common, tortoisehg, tortoisehg-nautilus, postgresql, pgadmin3
  7. Jetzt noch viele Python Sachen. Bei Python achte ich drauf das nur die 2.7’er Versionen auf das System kommen. Tryton ist, so viel ich weiss, noch nicht Python 3 ready.
    python2.7, python2.7-dgb, python2.7-dev, python2.7-doc, idle-python2.7, python-pip, python-dateutil, python-setuptools
  8. Dann noch etliche “python-“ Sachen. “python-“ für das Suchfeld schreibe ich nicht jedes mal hin. Nur noch dass was danach kommt. Zudem installiere ich die dbg und doc Pakete jeweils auch noch mit.
    vobject, webdav, ldap, ldap, genshi, lxml, psycopg2, relatorio, beautifulsoup, tz

Jetzt sollte so ziemlich alles installiert sein was nötig ist um die Entwicklung in Angriff zu nehmen. Im nächsten Posting werden wir alles mögliche einstellen und den Source Code von Tryton runterladen.

Okt 182011
 

In Zukunft werde ich mich Beruflich fast nur noch mit Python, Tryton und Linux (Ubuntu) beschäftigen. Wenn es einigermassen gut läuft werde ich für Tryton entwickeln. Dies alles unter Linux.

Vor ein paar Tagen wurde die neue Version von Ubuntu veröffentlicht. 11.10 bringt einige Anpassungen mit. Ob mir die Version passt wird sich noch zeigen. Aber ich möchte anhand dieser Version zeigen wie man eine Entwicklungsumgebung für Tryton aufbauen kann. Von A-Z. Endziel ist es eine Umgebung zu haben wo man den Tryton Server im Debugger von PyCharm starten kann. Ob der Weg dort hin “Linux-Like” ist weiss ich nicht. Aber die Linux’er unter meinen Lesern werden mir das sicher melden.

Ubuntu installiere ich dabei unter dem VMWare Player. Zur Zeit ist die Version 4 des Players aktuell. Das sollte nicht ein all zu grosses  Problem darstellen.

  1. ISO Image von Ubuntu 11.10 downloaden.
    http://www.ubuntu.com/download/ubuntu/download
  2. Wer die 3’er Version vom WMWare Player installiert hat und nun die 4’er installiert muss sich auf zwei Reboots gefasst machen.
  3. VMWare Player starten und auf “Create a New Virtual Machine” klicken. Danach wählt man das ISO Image von Ubuntu aus.
    Create a New Virtual Machine
  4. Im nächsten Dialog wird nach den Logindaten gefragt die VMWare einrichten soll. Hier ist auf die Schreibweise zu achten. Der “User name” darf nur klein-Buchstaben enthalten.
    Logindaten für Ubuntu
  5. Danach kann angegeben werden wo das Image zu liegen kommt.
    Pfad für das Image
  6. Als nächstes wird man nach der Grösse der Festplatte gefragt. Für mein Ziel reichen 20GB. Ich belasse es also bei den Standradvorgaben.
    Grösse Festplatte des Images
  7. Zu guter Letzt definiert man noch ein paar Hardwareeinstellungen. Da ich viel Speicher im Host habe gebe ich der VM 4GB RAM, 4CPU’s und schalte beim Display noch die 3D Unterstützung ein. Das Floppy habe ich gelöscht da mein Laptop kein Floppy mehr hat.
    Hardware des Images
  8. Danach läuft die Installation an. Die scheint mir einfacher gestrickt zu sein als noch bei 11.04. Ich wurde während der ganzen Installation nie etwas gefragt. Erst als der VMWare Player die VMWare Tools installieren wollte musste ich wieder was machen.
    Installation VMWare Tools
    Wie es so schön im Dialog heisst, einfach warten. Geduld ist hier angesagt. Allerdings habe ich den Dreh noch nicht ganz raus. Dieser Dialog verschwindet nach einer gewissen Zeit. Danach landet man im Terminal als root. Was man dort machen muss ist mir nicht klar. Ich habe bislang die VM abgestellt, auf die unschöne Art. Nach den erneuten starten der VM lief Ubuntu bislang immer einwandfrei.
  9. Jetzt sollte man am Ubuntu Login landen. Der sieht allerdings ganz anders aus als noch bei Ubuntu 11.04. Ob mir das gefällt weiss ich noch nicht.
    Startscreen Ubuntu 11.10
    Vor allem das hier macht mir sorgen. Ich konnte mich bislang nicht mit dem Unity Desktop anfreunden.
    Login Ubuntu 11.10
    Es gibt nur noch den Unity und neue Unity 2D. Oje.

So, jetzt sollte Ubuntu schon mal laufen. Das System kann jetzt noch individuell angepasst werden. Als nächsten Schritt werden wir die nötigen Pakete installieren damit wir mit Python an Tryton starten können.

Aug 092011
 

Zu fast allen Linux Befehlen in der Konsole gibt es auch eine Hilfe Datei. Das System nennt man Manpages. Standardmässig kommt die Hilfe aber auch bei einer deutschen Installation auf englisch. Stellt zwar kein Problem dar, aber lesen in der Muttersprache ist einfach entspannter.

Also kann man die Manpages auch auf deutsch installieren.  Das geht einfach mit:

sudo apt-get install manpages-de

Danach wird man noch kurz nach dem Passwort gefragt und schon erscheint die Hilfe auf deutsch.

man rm

Noch mehr Infos unter Ubuntuusers.de

Aug 082011
 

Ich glaube es wird langsam Zeit für mich mir Gedanken zu machen, wie so ich ursprünglich mit dem Bloggen begann.

Mein erstes Posting datiert vom 12. Januar 2005. Seit dem habe ich tatsächlich 1006 Postings erstellt. Mal bessere, mal schlechtere. Gedacht war das Blog aber für mich als Selbst-Dokumentation und Hilfe für Andere. Damals war ich in vielen Dingen noch Anfänger und es gab einiges zu entdecken. Auch sehr triviale Sachen wurden von mir im Blog verewigt.

Seit aber etwa 4 Jahren wurde es immer weniger. Vor allem die trivialen Sachen wurden weniger, ob wohl es davon extrem viel gäbe. Aber irgend wie, wenn die Erfahrung rund um die Informatik zunimmt, steigt auch die Hemmschwelle über triviale Themen zu Bloggen. Irgend wie schwingt da immer der Gedanke mit, wen interessiert schon so was. Das ist doch peinlich über so was einfaches zu schreiben.

Aber jetzt bin ich wieder genau in dieser Situation. Da ich in Zukunft meine Brötchen mit Linux (Ubuntu), Python und Tryton verdienen werde ist jetzt wieder VIEL lernen angesagt. Und wo beginne ich da? Ganz genau. Bei fast null. Es gibt so viel zu entdecken was für mich nicht trivial ist, aber den Profi nicht mehr vom Hocker reisst. Somit bin ich auf der Suche nach trivialen Informationen zu Problemen die bei einem solchen Umstieg einfach auftauchen können.

Genau aus diesem Grund habe ich mir fest vorgenommen auch über scheinbar einfach Sachen zu Bloggen. Für den Profi mag es lächerlich trivial erscheinen, für mich aber zur Zeit nicht. In drei bis vier Jahren wird es für mich dann sicher auch wieder trivial sein. Aber jetzt, gerade jetzt, ist es das nicht. Deshalb werde ich wieder vermehrt über einfache Sachen schreiben.

Bei einem solchen Umstieg, 12 Jahre reine Microsoft Welt, da sollte einiges zusammen kommen.

Es wird also wohl in Zukunft mehr zum Thema Linux, Python und Tryton zu lesen geben.

Mal schauen wohin mich die Reise führt. Back to the roots.