Android App – Simple Ping

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Nov 232013
 

Vor einiger Zeit habe ich verbissen nach einem Tool gesucht womit man eine Netzwerkkomponente anpingen (Ping) kann. Das Teil musste unbedingt unter Android funktionieren. Der Grund war, dass ich auf einem Windows PC einen REST Service entwickle und mit einer Android App nutzen will. Dazu bin ich aber auf ein funktionierendes WLAN angewiesen damit die App auf meinen PC zugreifen konnte. Um zu verifizieren ob mein PC vom Android aus erreichbar war brauchte ich eine Ping App.

Was ich aber gefunden habe überzeugte mich absolut nicht. Die Apps nutzten das Ping vom Android, das heisst das Ping von Linux und gaben einfach alles 1 zu 1 aus. Bei den meisten musste man also warten bis die Pings durch sind bis man sah ob es erfolgreich war oder nicht. Wieder andere gaben Zeile für Zeile aus. Und alle sahen aus als ob der Entwickler so seine ersten Erfahrungen mit App Entwicklung gemacht hat. Also ziemlich öde. Zudem war keine der Apps in der Lage ein Timeout zu detektieren.

All diese Unzulänglichkeiten, und das verlangen wieder mal was neues zu machen, bewogen mich dazu eine neue App zu entwickeln. Da ich noch 1000 Ideen im Kopf habe nannte ich die App einfach Simple Ping.

Auch diese App ruft im Hintergrund das Ping von Android auf. Auf den meisten Geräten funktioniert dies ohne Probleme. Einige haben aber das Ping so weit eingeschränkt das man es nicht nutzen kann. Wahrscheinlich denken diese Hersteller das wäre zuträglich für die Sicherheit ihres Systems. Ich verstehe es aber nicht wirklich. Deshalb prüft die App ob das Gerät gerootet ist. Wenn ja, dann wird Simple Ping mit root-Rechten aufgerufen.

Was ziemlich einmalig zu sein scheint ist die Fähigkeit Timeouts zu detektieren. Wenn 3 Sekunden lang keine Antwort kommt geht die App davon aus, dass das Ping verloren ist, es wird also ein Timeout angezeigt. Das Verhalten ist also ähnlich wie beim Ping unter Windows Systemen. Dort kommt auch der Hinweis auf ein Timeout. Sobald die Netzwerkkomponente wieder erreichbar ist läuft das Ping normal weiter. Unter Linux konnte ich das nicht reproduzieren. Unter Linux bleibt das Ping einfach stehen. Es geht erst weiter wenn die Netzwerkkomponente wieder erreichbar ist. Also wird auch unter Linux nicht aktiv auf ein Timeout hingewiesen.

Was mir bei den anderen Apps auch fehlte war ein Hinweis auf das längste Ping, das kürzeste und die Durchschnittszeit. Wenn eine App dann was anzeigte war es meistens am Ende der Pings. Nur bringt das mir in der Regel nichts. Simple Ping zeigt laufend alle Werte an. Der Durchschnitt wird bei jedem Ping aktualisiert. Ob das gut ist weiss ich noch nicht. Der Ansatz ist ziemlich pragmatisch. Alle Ping-Zeiten aufsummiert und durch die Anzahl Pings dividiert.

Zur Zeit ist die App noch in einer BETA läuft aber erstaunlich gut. Die einzigen Probleme die ich mitbekomme sind falsche Hosts die man versucht anzupingen. Da kann ich aber nicht viel dagegen tun.

Die App kann man bei Google, AndroidPIT und SlideMe runterladen. Dann mal viel Spass beim Pingen.

Nexus 4

Simple Ping - Nexus 4

Nexus 7

Simple Ping - Nexus 7

Nexus 10

Simple Ping - Nexus 10

Ubuntu – Kommandos vereinfachen

 Linux, Ubuntu  Kommentare deaktiviert für Ubuntu – Kommandos vereinfachen
Mai 282013
 

Seit nun bald 3 Monaten arbeite ich fast ausschliesslich unter Ubuntu in der Version 13.04. Da ich ein aktuelles System liebe gibt es ein Befehl den ich oft eingebe.

sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade 

Oder damit es in einmal geht.

sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade

Allerdings ist das doch jedes mal ein ziemlicher Tippaufwand. Aber Linux wäre nicht Linux wenn man das nicht vereinfachen könnte. Und das kann man.

Im Home-Verzeichnis gibt es eine versteckte Datei mit dem Namen .bashrc. In der kann man Aliase für das Terminal erfassen.

# some more ls aliases
alias ll='ls -alF'
alias la='ls -A'
alias l='ls -CF'
alias upgrade='sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade'
alias distupgrade='sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade'

Wichtig ist, dass vor und nach dem = Zeichen kein Leerzeichen kommt. Also upgrade=’sudo… und nicht upgrade = ’sudo….

Ab jetzt muss ich am Terminal nur noch upgrade eingeben und schon startet das Kommando. Oder distupgrade um genau das zu erreichen. Viel weniger Tipparbeit.

Ach ja, für die jetzt einwenden das es ja ein automatisches Update gibt. Klar, ich weiss. Aber trotzdem. Terminal oder Konsole, was auch immer jetzt richtig ist, macht mehr Spass.

Mrz 272012
 

Seit etwa 4 Monaten beschäftige ich mich privat sehr ausgiebig mit Linux. Ich wollte, b.z.w. will wissen, ob ich als gestandener Windows Benutzer ohne weiteres auf Linux umsteigen kann. Dazu habe ich mir einige Distributionen angeschaut und meine Erfahrungen damit gesammelt. Jetzt habe ich mir mal Gedanken zum Thema Linux vs Windows gemacht.

Ich arbeite seit Windows 3.11 ausschliesslich mit Windows. Es gilt also einen gestandenen Windows Benutzer mit Linux abzuholen. Wobei bei mir Linux nicht nur der eigentliche Kernel ist sondern das Ganze. Bei mir also openSUSE 12.1. Da ich Windows 7 ablösen möchte ist ja nicht nur der Kernel ausschlaggebend sondern die ganze Distribution. Einfachheitshalber ist Linux = openSUSE (oder jede andere Distribution).

Installation

Windows 7 ist wirklich einfach zu installieren. Ich denke 99% der Anwender kann ohne grössere Probleme Windows installieren. Bei Linux kommt es sehr auf die Distribution an. Ein Ubuntu oder openSUSE ist auch einfach zu installieren. Ein Arch Linux hingegen nicht. Dort darf man sich nach der Installation noch um einen Desktop bemühen, also KDE muss selber installiert werden. Bei Sabayon oder Chakra ist es ein wenig besser. Aber an eine Distribution wie Ubuntu oder openSUSE kommen die nicht ran.

Aber unter dem Strich ist Windows 7 am einfachsten zu installieren.

Software Angebot

Eines der Hauptargumente für Linux. Dem stimme ich zu. Die Repositorys sind in der Regel so mächtig das fast keine Wünsche offen bleiben. Und das kriegt man dann alles für Lau. Das macht gewaltig Spass. Über die Qualität der Software kann man in der Regel auch nicht jammern. Das absolut angenehmste an der Sache ist natürlich, dass man sich keine Gedanken um Lizenzen machen muss. Einfach installieren. Unter Windows ist das nicht ansatzweise so einfach. Man denke nur mal an Office. Unter Linux installiert man einfach mal LibreOffice und hat seinen Spass daran.

Installation von Software

In diesem Punkt sieht es schon ganz anders aus. Solange man nur Software aus dem Repo installiert ist alles einfach und wunderbar. Jedenfalls meistens. Wenn man die falschen Repos dazu hängt kann es auch dann schief gehen. Aber sobald eine Software nicht im Repo ist wird es in der Regel hässlich. Ein gestandener Linuxer hat damit natürlich keine Probleme. Ist ja klar. Ein gestandener Windowser ärgert sich aber grün und blau. Es gibt etliche verschiedene Arten von Installationspacketen. Je nach Distribution sind die Einen oder die Anderen besser. Und das ist einfach nur hässlich. Man Versuche nur mal so was einfaches wie Java von Oracle, was jetzt nicht mehr in den Repos ist, zu installieren. Das installieren klappt ja noch einfach. Aber dann dem System klar zu machen das es nun das Java von Oracle nutzen soll und nicht mehr das OpenJDK wird dann schon schwieriger. Und leider gibt es noch Software die explizit das Java von Sun/Oracle sucht. Z.B. Wuala ist eine solche.

Unter Windows ist es zu 99% einfach einfach. Start des Setups, next, next, finsh. Unter Linux, na ja, je nach dem was man installieren möchte.

Treiber

Unter Windows 7 muss man sich definitiev nicht mehr sehr intensiev um Treiber kümmern. Am ehesten noch die Grafikkarten Treiber und vielleicht noch Intel Treiber für einige Geschichten. Auch hier sind die Treiber sehr einfach zu installieren. Braucht zwar danach noch einen Neustart, aber ärger hat man damit selten bis gar nie. Auch einen Drucker unter Windows zu installieren ist keine Herausforderung mehr. Treiber, egal welche, unter Windows zu installieren ist seit einigen Jahren ein Kinderspiel.

Unter Linux sieht es ganz anders aus. Einiges ist zwar schon im Kernel drin. Um die muss man sich nicht kümmern. Will man aber z.B. das Potential einer Nvidia GeForce GT 555M nutzen muss man auf die Nvidia Treiber zurückgreifen. Und diese zu installieren geht nicht so einfach wie unter Windows. Die Datei ist zwar schnell mal gestartet, wenn man den X-Server beendet hat, aber es ist schnell klar das man die Kernel Quellen auch noch installiert haben muss. Sonst können die Kernel-Module nicht erstellt werden. Und einen Windows User überfordert man damit schnell. Damit aber nicht genug. Sobald man sich durch ein Update einen neuen Kernel einfängt ist das Chaos perfekt. Dann muss man nämlich die Module für den Treiber neu erstellen. Das muss man als Windows User zuerst mal wissen. Das selbe übrigens auch bei VMWare Workstation.

Zu andern Sachen gibt es schlicht keine Treiber. Logitech zum Beispiel. Meine Maus mit tausend Knöpfen und die 3345 Tasten auf der Tastatur sind nutzlos. Ich kann mit meiner Mulitmedia Tastatur nicht mal ein Stück weiter springen wenn ich mit Banshee MP3’s höre. Sicher gibt es irgend wo im Internet einen Hack wie man das einstellen kann. Unter Windows installiert man einfach die Logitech Treiber und gut ist es.

Da kann zwar Linux als solches nichts dafür. Das ist ein Problem der Treiber/Software Hersteller. Mich als Anwender interessiert das aber nicht. Ich will mich nicht um solche Sachen kümmern. Wie so kann es nicht einfach so einfach wie unter Windows sein?

Ach ja. Wer schon mal versucht hat einen Drucker unter Linux in betrieb zu nehmen… Ein HP LaserJet 4050n ist ja nichts besonderes. Unter Windows 7 lässt man einfach das Netzwerk durchsuchen und macht danach next, next, finish. Unter Linux? Man ahnt es.

Registry

Jeder Windows User kennt sie. Die Registry. Programme und Windows legen dort in der Regel ihre Einstellungen ab. Linux kennt das nicht. Im Home-Verzeichnis des Anwenders gibt es dafür viele versteckte Verzeichnisse in denen die Programme ihre Einstellungen speichern. Das ist absolut genial. So einfach ein System wieder an den Start zu bringen, in dem man einfach das Home Verzeichnis zurück kopiert, wenn das nur unter Windows so einfach wäre. Vorsicht ist zwar auch unter Linux angesagt. Wenn eine Einstellung das System ruiniert, dann sollte man die natürlich nicht zurückkopieren.

Startzeit des Systems

Linux starte viel schneller als Windows 7. Gefühlt ja. Schlicht weil es was neues ist. Nach einer Neuinstallation von Windows 7 startet dieses auch schneller. Ob man nun was installiert oder nicht, es wird immer langsamer. Gemessen zwar nicht, gefühlt aber schon. Um so mehr man unter Linux installiert um so langsamer wird auch dieses beim Start.

Tools für Updates von BIOS oder Mobilphones

OK. auch hier kann Linux nichts dafür. Aber mich als Anwender, na ja, ihr wisst schon. Was mache ich wenn ich mein Android updaten will. Unter Linux? Verloren. Oder ein BIOS Update meines DELL Laptops. Unter Linux? Verloren. Immer brauche ich dafür noch ein Windows. Wie so also sollte ich dann überhaupt Linux nutzen? Aber wie geschrieben, da kann Linux nichts dafür, für mich als Kunde aber trotzdem öde.

Desktop

Um mit einem Windows 7 Desktop mitzuhalten kann man eigentlich nur KDE nehmen. GNOME sieht hässlich aus und die anderen, na ja, zu spartanisch. Ich bin halt noch kein richtiger Linuxer. Aber an den Desktop von Windows 7 kommt keiner ran.

KDE hat die Angewohnheit einfach mal einzufrieren. Das vor allem dann wenn man grössere Dateien kopiert. Macht nicht Spass so. Oder das abmelden/neu starten funktioniert nicht. Kenn ich unter Windows 7 definitiv nicht.

Ab und zu kommt einfach der Sound abhanden. Ganz ärgerlich bei einem Kino Abend, in der Filmpause, wenn danach kein Ton mehr da ist. Wenn man Glück hat reicht ein Neustart. Wenn man Pech hat startet man die noch vorhandene Windows 7 Installation. Die funktioniert sicher. Hat mich schon oft gerettet.

Mit dem Open-Source Grafikkarten Treiber habe ich non stop Grafikfehler auf dem Desktop. Das ist einfach nur ärgerlich. Kenn ich unter Windows 7 nicht.

Und so kommt noch vieles zusammen. Irgend wie gibt es einfach zu viele Kleinigkeiten die mich stören.

Geräuschentwicklung

Das ist etwas was mich am meisten stört. Unter Linux läuft der Lüfter viel häufiger als unter Windows 7. Ganz schlimm ist es beim Filme schauen. Dort kann das gewaltig nerven. Abhilfe werden wohl erste neuere Kernel als der 3.1’er bringen. Aber da machte bislang der Nvidia Treiber (295.20) nicht mit. Mit dem neuen Treiber 295.33 habe ich den 3.2’er Kernel noch nicht getestet. Einem “normalen” Anwender kann man das doch nicht antun.

Konfiguration

Ein Windows 7 ist sehr einfach zu konfigurieren. Wenn mal bekannt ist wo sich die Dialoge verstecken findet man zu allem ein GUI. Komfortabel und man kann fast keine Fehler bei der Eingabe machen.

Unter Linux ist das ganz anders. Den Windows User holt man so nicht ab. Nicht ansatzweise. Alles ist in irgend welchen Konfigurationsdateien eingestellt. Man muss somit wissen welche Dateien, das lernt man mit der Zeit, und man muss wissen was man eingeben muss/kann/darf/soll. Und genau das ist etwas was ich nicht will. Deshalb bin ich bei openSUSE gelandet. YaST ist in dieser Beziehung sehr wertvoll. Wie so, um himmels willen, soll ich wissen wie die fstab (nur ein Beispiel) aufgebaut ist um irgend wie eine Freigabe auf dem NAS einzubinden oder ein NTFS Laufwerk zu Mounten. Unter Windows so einfach und trotzdem zuverlässig.

Oder das Soundsystem. Unter Linux gibt es in etwa ein duzend Backend für Sound. Wenn man nicht aufpasst geht plötzlich nichts mehr. Und wie man das zu allem übel noch richtig einstellt ist erst nach dem Studium des halben Internets klar.

Oder das installieren eines Druckers. Auch mit der Unterstützung durch YaST ist das noch eine mühselige, nicht intuitive Arbeit, jedenfalls im Vergleich mit Windows 7.

Wie so sollte ich mir so was antun.

Sachen die einfach zu erwarten wären

Ich besitze einen Laptop (DELL XPS 17) mit einem zusätzlichen externen 23” Monitor der mit HDMI angeschlossen ist. Andere Möglichkeiten für den Anschluss habe ich nicht. Unter Windows 7 kann das System so eingestellt werden das der primäre Monitor der Externe ist. Man kann das System auch so einstellen, ohne gross zaubern zu müssen, dass wenn der Laptop geschlossen wird schaltet sich das Display des Laptops aus. Dann habe ich nur noch einen Monitor im System. Öffne ich den Laptop wieder habe ich zwei Monitore. Primär noch immer der Externe. Packe ich nun das Laptop und stecke somit den externen Monitor aus wandert alles auf das Display vom Laptop. Wunderbares verhalten wie man es eigentlich erwarten könnte/dürfte.

Unter Linux ein Ding der Unmöglichkeit. Das geht einfach nicht automatisch. Man findet einige Ideen im Internet. Eigene Scripte die auf irgend welche System Events horchen oder irgend welche Tools die man dann mit irgend welchen Parametern aufrufen kann. Aber hallo, wie so sollte ich?

System Hänger gab es bei mir in den letzten vier Linux Monaten viel häufiger als unter Windows 7.

Unterm Strich habe ich nach 4 Monaten noch immer kein Linux das einfach nur funktioniert so wie Windows 7. Und daran muss sich Linux schlicht messen.

Unter dem Strich schneidet also Linux viel schlechter ab als Windows, und das trotz 4 Monaten arbeiten damit. Das kommt aber daher, dass ich eine Windows Erwartungshaltung habe. Ich vergleiche zwangsläufig damit. Wenn man den Windows Anwender nicht abholt hat man verloren. Ich würde mal ganz frech sagen, wenn sich nichts ändert, Linux wird nie ein gewaltigen Erfolg haben. Enttäsuchte Windows User, enttäsucht wegen Windows 8 und den Kacheln, werden wahrscheinlich eher zu Apple wechseln. Wer nicht gewillt ist einiges an gebastel auf sich zu nehmen bleibt besser bei Windows.

Im Moment bin ich Linux technisch so am limit das ich einfach sage, wie so soll ich nicht ein paar 100CHF/€ ausgeben und habe dafür ein System das ohne grosses basteln und sehr einfach sehr stabiel läuft, eine super Treiber versorgung habe und nicht wissen muss in welcher Konfigurationsdatei was zu machen ist? Ein System auf dem ich ohne überraschungen Videos schauen kann?

Aber trotzdem. Ich werden Linux nochmals ein Chance geben. Die aktuelle Insatallation nochmal einreissen und von vorn beginnen. Dansch installiere ich einfach nichts mehr in der hoffnung das es länger hält als bis anhin.

Mein Notfall Windows 7 bleibt aber bis auf weiteres auf der Festplatte.

Mrz 182012
 

Seit etwa drei Monaten beschäftige ich mich intensiv mit Linux. Grund dafür ist ein Abteilungswechsel bei meinem Arbeitgeber. Ich bin dort öfters in einer Abteilung die mit Ubuntu arbeitet. Zudem programmiere ich dort mit Python und es dreht sich eigentlich alles um Open-Source.

Aus diesen Gründen wollte ich Privat auch auf Linux umsteigen. Private besitze ich einen DELL XPS 17 mit einem i7 (2720QM), 16GB RAM und zwei mal 640GB HD. Mit diesem Gerät sollte also mein Vorhaben realisiert werden.

Ubuntu

Zuerst installierte ich natürlich mal das selbe Ubuntu wie im Büro. Die Version 10.04 passte mir schnell nicht mehr. Ich bin eine Person die gerne aktuelle Software und Versionen einsetzt. Nicht immer ein Vorteil, aber das ist halt mein Ego. Ich will immer einer der höchsten gutfunktionierenden Versionen installiert haben. Also ging es hoch zur Version 10.10 und dann 11.04. Die Ubuntu Systeme sind sehr leicht zu installieren und zu warten. Auch das Softwarecenter macht es einem einfach alles mögliche zu finden.

Zudem gefiel mir der GNOME Desktop nicht. Wirklich nicht. Und was mit Unity geboten wird ist noch viel schwächer. Es musste also eine andere Distribution her.

Kollege Hardcore Linux erzählte mich dann mal was von Rolling-Release Linux Distributionen. In meinen Ohren tönte das natürlich wunderbar.

Arch Linux

Mein, wie erwähnt, Hardcore Linux Arbeitskollege nutzt privat Arch Linux. Also schaute ich mir diese Version mal an. Kurz: Zu heftig für mich. Ich will eigentlich eine Arbeitsumgebung und nicht ein OS das ich mir zuerst lange zusammen installieren muss. Wenn man Arch Linux installiert hat startet mal fast gar nichts. Einfach nur ein Linux, einfach nur eine Konsole. Punkt. Wenn man KDE oder GNOME will muss man sich selbst darum bemühen. Ne, dass geht mir zu weit. Aber es gibt sicher irgend welche Distributionen die das Konzept Rolling-Release mit Arch Linux nutzen aber gleich mit einem KDE Desktop.

Chakra

Schnell findet man dann im ein Linux mit dem Namen Chakra. Das basiert auf Arch Linux, also ein Rolling-Release mit KDE. Genau was ich gesucht habe. Ging auch einfach zu installieren und wie erwartet mit KDE. Ich nutzte das Teil dann eine Weile. Was mich aber schnell störte ist schlicht die Tatsache das man jede Einstellung in irgend welchen Konfigurationsdateien machen muss. Klar, ein echter Linuxer hat damit auch keine Probleme. Ich will mich doch nicht mit solchen Sachen rumschlagen. Nur schon das Mounten von irgend welchen Windows Partitionen, NFS Freigaben vom SAN oder sonstigem, artet in Stunden von Arbeit aus. Klar, man lernt es. Aber, will ich das? Will ich wissen wie man das in der Konfigurationsdatei machen muss um so was banales zu machen wie mich mit einem Laufwerk oder einer Freigabe zu verbinden? Nein, will ich nicht wirklich. Damit kann man nämlich Tage verbraten ohne das man wirklich was sinnvolles gemacht hat.

Zudem musste ich feststellen das der original Open-Source Grafiktreiber unter KDE immer wieder Darstellungsfehler hat. Mit dem externen Monitor, der via HDMI, andere Anschlüsse habe ich nicht, verbunden ist, kam er nicht wirklich zurecht. Also habe ich mich mal darum bemüht den originalen Linux Treiber von Nvidia in der Version 295.20 zu installieren. Geht auch SEHR einfach. Nach zwei Tagen, nachdem mich Chakra mal fragte ob ich ein update einspielen möchte, und ich aus Leichtsinn einfach alles abgenickt hatte, startete KDE nicht mehr. Was ich damals noch nicht wusste war, dass wenn es einen neuen Kernel gibt, der Grafikkartentreiber auch neu erstellt werden muss. Also, aus lauter Frust suchte ich mir wieder einen andere Distribution.

Sabayon Linux

Via DistroWatch bin ich dann auf dem Projekt Sabayon Linux gelandet. Wahrscheinlich fand ich einfach den Printscreen auf der Infoseite von DistroWatch cool. Zudem ist Sabayon, wenn ich mich recht erinnere, ein Half-Rolling-Release. Nicht brandaktuell sondern ziemlich aktuell. Das weckte mein Interesse. Aber schlussendlich hatte ich auch mit dieser Distribution die selben Nachteile wie mit Chakra. Ich will mich einfach nicht mit dem Konfigurationsdateien rumschlagen. Ich will einfach nur ein Linux das so einfach zu konfigurieren ist wie ein Windows. Also ging die Suche weiter.

openSUSE

Aus ganz frühen Zeiten, dass muss so kurz um den Jahrtausendwechsel gewesen sein, kann ich mich noch erinnern, dass, damals noch SUSE, ein Tool namens YaST hatte. YaST ist quasi eine Eierlegende Wollmilchsau die so einiges macht was mich an den anderen Distributionen stört. Man kann fast alles damit konfigurieren. Somit habe ich meine Linux Distribution gefunden.

openSUSE 12.1.

openSUSE würde sogar ein Rolling-Release unterstützten. Das ist dann ein spezielles Repo mit dem Namen Tumbleweed. Diesen Versuch habe ich auch noch gemacht. Aber auch hier, ich musste es sein lassen. Grund war wieder einmal der Grafikkartentreiber. Unter dem Kernel 3.2 will der noch nicht. Hilfe dazu habe ich leider keine gefunden. Bis auf den Kernel 3.2 war mein System so oder so irgend wie sehr viel aktueller als mit Tumbleweed. Von den ca. 60 Anpassungen wollten 44 ein Downgrade machen. Hab ich sein lassen.

Es gibt bei openSUSE so viele Repos die man nutzen kann, dass das System quasi schon ein Rolling-Release ist.

Also, wer ein Linux sucht das sehr aktuell ist, wo man nicht alles in den Konfigurationsdateien anpassen muss, dass einfach zu installieren ist und einem trotzdem alle Freiheiten lässt, der ist bei openSUSE genau richtig.

Aug 092011
 

Zu fast allen Linux Befehlen in der Konsole gibt es auch eine Hilfe Datei. Das System nennt man Manpages. Standardmässig kommt die Hilfe aber auch bei einer deutschen Installation auf englisch. Stellt zwar kein Problem dar, aber lesen in der Muttersprache ist einfach entspannter.

Also kann man die Manpages auch auf deutsch installieren.  Das geht einfach mit:

sudo apt-get install manpages-de

Danach wird man noch kurz nach dem Passwort gefragt und schon erscheint die Hilfe auf deutsch.

man rm

Noch mehr Infos unter Ubuntuusers.de

Aug 082011
 

Ich glaube es wird langsam Zeit für mich mir Gedanken zu machen, wie so ich ursprünglich mit dem Bloggen begann.

Mein erstes Posting datiert vom 12. Januar 2005. Seit dem habe ich tatsächlich 1006 Postings erstellt. Mal bessere, mal schlechtere. Gedacht war das Blog aber für mich als Selbst-Dokumentation und Hilfe für Andere. Damals war ich in vielen Dingen noch Anfänger und es gab einiges zu entdecken. Auch sehr triviale Sachen wurden von mir im Blog verewigt.

Seit aber etwa 4 Jahren wurde es immer weniger. Vor allem die trivialen Sachen wurden weniger, ob wohl es davon extrem viel gäbe. Aber irgend wie, wenn die Erfahrung rund um die Informatik zunimmt, steigt auch die Hemmschwelle über triviale Themen zu Bloggen. Irgend wie schwingt da immer der Gedanke mit, wen interessiert schon so was. Das ist doch peinlich über so was einfaches zu schreiben.

Aber jetzt bin ich wieder genau in dieser Situation. Da ich in Zukunft meine Brötchen mit Linux (Ubuntu), Python und Tryton verdienen werde ist jetzt wieder VIEL lernen angesagt. Und wo beginne ich da? Ganz genau. Bei fast null. Es gibt so viel zu entdecken was für mich nicht trivial ist, aber den Profi nicht mehr vom Hocker reisst. Somit bin ich auf der Suche nach trivialen Informationen zu Problemen die bei einem solchen Umstieg einfach auftauchen können.

Genau aus diesem Grund habe ich mir fest vorgenommen auch über scheinbar einfach Sachen zu Bloggen. Für den Profi mag es lächerlich trivial erscheinen, für mich aber zur Zeit nicht. In drei bis vier Jahren wird es für mich dann sicher auch wieder trivial sein. Aber jetzt, gerade jetzt, ist es das nicht. Deshalb werde ich wieder vermehrt über einfache Sachen schreiben.

Bei einem solchen Umstieg, 12 Jahre reine Microsoft Welt, da sollte einiges zusammen kommen.

Es wird also wohl in Zukunft mehr zum Thema Linux, Python und Tryton zu lesen geben.

Mal schauen wohin mich die Reise führt. Back to the roots.