Mai 302014
 

Zu meinem Netzwerk ausbau gehört auch ein neues NAS. Das alte, ein WD My Book II, kam an ihre Grenzen. 95% Füllgrad, die Performance oft einfach nur dürftig und seit Jahren keine Garantie mehr. Diese musste ersetzt werden. Nach einigem suchen und auf diverse Empfehlungen hin habe ich uns dann eine Synology DiskStation DS412+ gekauft. Ausgestattet mit 4 x 4TB WD Red Festplatten stehen mir nun rund 10TB Platz zur Verfügung. Aktueller Füllgrad, rund 8%.

Mit ein Grund für den Entscheid waren:

  • Empfehlungen von Kollegen
  • Platz für 4 Festplatten
  • Eine Plattform für die einfache Verwaltung
  • Viele Erweiterungsmodule (Git, Downloadstation, Foto, Video, Musik u.s.w.)
  • Testberichte wo die DS412+ als sehr leise beschrieben wurde. So gut wie unhörbar. Na ja, ich höre wohl noch zu gut. :-/


Der Einbau der Festplatten war erstaunlich einfach. Man braucht nicht mal Werkzeug. Einfach zwei Plastikschienen wegklappen, Festplatte reinlegen und die Plastikschienen wieder andrücken. Und schon ist die Festplatte im Rahmen fixiert. Dann noch ins NAS einschieben und gut ist es.

Ab Werk hat das NAS noch kein DSM installiert. Im Downloadbereich habe ich mir die aktuelle Version des “Synology Assistant” besorgt. Das gibt es tatsächlich auch für Linux. Ist ja nicht selbstverständlich. Die Installation war auch sehr einfach. Anleitung wie man die aktuelle DSM installiert sollte auch niemanden vor allzu grosse Probleme stellen. Das installieren der DSM dauert einen Moment. Danach kann man sich auf das Webinterface verbinden. Und das Teil ist cool. Sowas kam mir noch nie unter. Echt genial.

DSM 5 - Webinterface

Das Webinterface ist flüssig zu bedienen, intuitiv, fast so wie ein Desktop. Icons können mit Drag&Drop verschoben werden. Genial.

Alle Berechtigungen und Module können sehr einfach hier eingerichtet werden. Da ich generell Ahnung von Netzwerken und Berechtigungen habe, war auch mal Sysadmin, viel mir die Konfiguration der User und Gruppen ziemlich einfach. Es wäre sogar möglich das Teil als LDAP Server zu betreiben.

Der Performance ist einwandfrei. Kopieren von Daten auf das NAS geht so schnell wie man es erwartet. Mein Laptop bringt eh nur 100MBit, und das wurde voll ausgereizt. CPU auf dem NAS zeigte dabei nicht mal gross Last.

Die Lüfter des Systems, es sind zwei grosse Lüfter verbaut, sind wirklich extrem leise. So leise das man die bei einer Distanz von 1 Meter nicht hört. Das ist sensationell.

NAS DS412+ im Gestell

Aber die Festplatten nerven. Echt. Die 4TB Platten haben eine Resonanz die mich närrisch machen. In zwischen habe ich zwischen Gestell und DS412+ eine Holzplatte die einwenig dämpft. Styropor brachte da gar nichts. Im Gegenteil. Es wurde nur noch schlimmer. Am besten wirkt immer eine einseitige Last auf das NAS Gehäuse. Wenn Spannung auf dem Chassis liegt kann es sein das man das NAS für längere Zeit nicht mehr hört. Aber plötzlich surrt es wieder. Dann legt man einen Kugelschreiber vorne links unter das Gehäuse und hat wieder für ne weile ruhe. Ich hoffe da ergibt sich noch was. Das nervige Geräusch läuft mir sonst nach der Büroarbeit nach. Man hört es noch obwohl das NAS nicht mehr läuft. 🙁

 

Das NAS soll bei uns natürlich auch als Backup Medium genutzt werden. Meine Frau nutzt Windows 7 mit dem Backup Program “Backup Service Home 3” was absolut genial ist. Sowas vermisse ich noch unter Linux. Mit dem neuen NAS wird aber beim Backup das System nicht mehr ganz so träge wie noch mit dem alten.

Unter Linux wollte ich das Backup eigentlich über rsync erledigen. Ich bekam es aber nicht hin die DS412+ so zu konfigurieren das mich rsync nicht mehr nach einem Login fragte. Nach zwei Tagen rumprobieren gab ich es dann auf. Langsam hatte ich angst um die DS412+. Ich wollte das Teil einfach nicht lahm legen.

Ich entschied mich dann für Déjà Dup als Backuplösung. Gefällt mir nicht wirklich, aber das gebastel war mir einfach zu heiss. Ich habe rsync schon so zerschossen das ich in zwischen selbst mit dem original rsync nur noch Fehlermeldungen bekomme.

Jetzt muss ich den Kindern nur mal noch die Sound Station zeigen. Das wird sicher ein Hit.

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