Mrz 232014
 

Jeder hat schon davon gehört oder gelesen. Bitcoin, Litecoin, Feathercoin, Dogecoin und einige mehr. Das sind alles Kryptowährungen. Geld das mit Rechenkraft erstellt ist. Es gibt sogar ein Land, Island, dass seinen Bürgern einmalig 31.8 Auroracoin ausgibt. Aber vorweg. Ohne spezielle Hardware ist im Bereich Kryptowährung kein Blumentopf mehr zu gewinnen.

Ich kam dazu wie viele Andere auch. Etwas darüber gelesen, ein wenig geträumt und dann rumprobiert. Schlau gemacht was es so gibt, Tools runtergeladen, installiert, getestet und dann wieder verworfen. Schlussendlich läuft jetzt auf meinem Laptop ein GPU Miner (http://github.com/cbuchner1/CudaMiner) und ein CPU Miner (http://github.com/pooler/cpuminer). Beide minen bei mir aktuell Feathercoins. Fragt mich jetzt nicht wie so, ist einfach mal so.

Eingerichtet ist das ganze relativ schnell. Allerdings handelt es sich bei den zwei Tools um reine Komandozeilenprogramme. Ist also nicht jedermanns Sache, aber unterm Strich die effizienteste Lösung.

GPU mit CUDA Miner

In meinem Dell XPS17 steckt eine Nvidia GeForce GT 555M. Mit dem CUDA Miner kommen mit dieser Grafikkarte etwa 37KH/s zusammen. Zu beachten ist, Bitcoin nutzt den Algorithmus SHA256, Feathercoin nutzt scrypt. Mit SHA256 sind es dann etwa 22MH/s, dafür ist aber der Schwierigkeitsgrad um einiges höher. Aber egal, 37KH/s sind nicht schlecht. Da kommen in 10 Stunden etwa 2000-3000 Shares zusammen.

CUDA GPU Miner

Dabei muss man einfach im Auge behalten das unter umständen auf dem System nicht mehr an arbeiten zu denken ist. Bei mir geht es noch relativ gut. Um diesen Beitrag scheiben zu können musste ich den Miner beenden. Windows Live Writer war damit nicht bedienbar. Wenn ich aber am Programmieren bin, mit IntelliJ IDEA 13.1 oder Eclipse, dann stört der Miner nicht gross.

CPU mit CPU Miner

Beim CPU Miner kann man rumexperimentieren in dem man die Anzahl Threads selber bestimmt. Um ungestört arbeiten zu können habe ich die auf 4 gestellt. Somit arbeitet meine Intel I7-2720QM 2.2GHz mit etwa 16KH/s. Wesentlich mehr wird es nicht wenn ich noch mehr Threads starte.

CPU Miner

Wenn der CPU Miner mit 8 Threads gestartet wird, also so viele wie CPUs im Taskmanager angezeigt werden, dann bricht die Leistung des GPU Miners ziemlich krass ein. Der GPU Miner braucht also noch etwas von den CPUs. Maximal 6 CPUs kann ich dem CPU Miner zugestehen ohne das die GPU einbricht mit der Rechenleistung.

Was bleibt

Nicht viel. Wirklich nicht viel. Aber wer weiss. Wenn sich Bitcoin-Phänomen nochmals wiederholt, dann könnten die paar Feathercoins, die so zusammen kommen, mich reich machen. Sehr reich. Also, man sieht, eher unwahrscheinlich. Aber Spass macht es trotzdem.

Nur mal so zum Nachrechnen. Ich habe bislang 54’632 Shares für Feathercoins gefunden. Aus diesen Shares resultierten 7.045FTCs (Feathercoins). Diese haben aktuell einen Wert von 0.1149€ pro FTC. Ich habe also in etwa 100h Laptop Laufzweit 0.8094705€ “verdient”. Es waren auch schon mal. 0.19€ pro FTC. Aber der Kurs schwankt ziemlich und darauf wird natürlich spekuliert.

Aber man sieht schön, mit solcher Hardware kommt man nicht weit. Da müsste man schon Spezialhardware haben. Na ja.

Was geht weiter

Mich als Programmierer hat natürlich auch interessiert wie man einen eigenen Miner bauen kann. Für Android habe ich einfach nichts schlaues gefunden. Ich nahm mich dem Problem mal an. Die Ernüchterung kam schnell. In reinem Java erreicht man etwa 0.2KH/s bis 0.4KH/s. Mit einem CPU Miner erreicht man etwa 4KH/s. Und das habe ich nun gemacht. Ich habe den CPU Miner genommen, ist ja C, und in ein NDK Projekt verpackt. Das Teil läuft sogar und bietet einige Funktionen die andere Miner für Android nicht bieten. Dazu aber später mehr.

Zu finden ist der Miner bei Google.

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  2 Responses to “Meine ersten Erfahrungen mit Kryptowährung(en)”

Comments (2)
  1. Hello und ein frohes neues Jahr, ich habe mich in den letzten Tagen auch intensiver mit den BTC beschäftigt und kann für mich das Minen schon mal ausschließen. Aber zum Glück gibt es ja auch noch jede Menge andere Möglichkeiten an BTC zu kommen. Mit den FTC selber habe ich mich noch nicht auseinandergesetzt, aber vor einigen Tagen ist mir ein Bericht über NXT aufgefallen, bei denen das Mining etwas anders läuft und keine Top-Hardware nötig ist.

    Na mal schauen, eventuell steige ich doch noch ins digitale Bergbaugeschäft mit ein.

    MfG Gregor

    • Im Moment läuft es eh extrem schlecht. BTC ist am abstürzen, diverse Altcoins auch. Geht gar nichts mehr. CloudMining wirft auch fast nichts mehr ab. Hoffentlich erholt sich der Markt bald wieder. Sonst geht viel kaputt.

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